LEADER-Projekt:

Bioenergiedörfer im Frankenwald

Wie kann die Energiewende im Hinblick auf eine zukunftsfähige, auf regenerativen Energieträgern basierende Energieversorgung im Frankenwald realisiert werden? Mit dieser Fragestellung wird sich das Projekt "Bioenergiedörfer im Frankenwald", das durch Gelder des EU-Förderprogrammes "LEADER" zur Unterstützung der ländlichen Entwicklung in Europa gestützt wird, hauptsächlich auseinandersetzen. Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der beteiligten LAGen (lokalen Aktionsgruppen) der Landkreise Kulmbach, Kronach und Hof. Im Zeitraum von knapp 3 Jahren wird der Projektträger Energievision Frankenwald e.V. mithilfe intensiver Informations- und Aufklärungsarbeit und einer verstärkten Netzwerkarbeit versuchen eine Energiewende im Projektgebiet einzuleiten.

Hierfür bedarf es zunächst einer fundierten Energiepotenzialanalyse, die die Möglichkeiten der regenerativen Energieerzeugung sowie potenzieller Energie- und CO2-Einsparungen im Frankenwaldraum erfassen soll. Auf Basis dieser Vorstudie sowie einer Einordnung anhand der jeweiligen Energiepotenziale, werden insgesamt 25 Dörfer (mind. 8 pro Landkreis) durch die LAGen ausgewählt. Diese Orte werden vom Projektträger Energievision Frankenwald e.V. auf dem Weg zum Bioenergiedorf begleitet: dies umfasst einerseits eine intensive Öffentlichkeits- und Informationsarbeit (Dorfveranstaltungen, Informationstafeln) sowie fachliche Unterstützung und Betreuung.

Ein Schwerpunkt des Projektes wird auf der Nutzung von Biomasse (insbesondere Holz) als regenerativen und klimafreundlichen Energieträger liegen. Die Möglichkeiten einer vermehrten Holznutzung im Bereich des Frankenwaldes, der mit einem Anteil von über 50% Waldfläche in Bezug auf die Gesamtfläche ausgestattet ist, liegen auf der Hand. Zur besseren Ausschöpfung dieses Potenzials bedarf es in den kommenden 3 Jahren einer intensiven Netzwerkbildung wie z.B. mithilfe der Einführung eines Waldplenums, durch das die Kommunikation zwischen Waldbesitzervereinigungen, privaten Waldbesitzern, Maschinenringen und anderen relevanten Akteuren gefördert werden soll, um auch über konkrete Projekte wie die Einrichtung eines Biomassehofes für die zentrale Biomassevermarktung zu diskutieren.